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Einen ersten Hinweis auf das Bestehen eines Schützenvereins in Rohden geben uns Gemeindeakten aus den Jahren 1881/82. Darin heißt es: Für Schützenfest auf der Angerwiese zahlen die jungen Leute 1 Mark. Damit ist die Platzmiete gemeint, die in die Gemeindekasse floß, da die Gemeinde Eigentümerin der Wiese entlang des Rohdener Baches (heute Zimmerplatz) gewesen ist.

Aus späteren Protokollen geht hervor, daß diese jungen Leute sich damals Schützengesellschaft nannte und daß regelmäßig Schützenfest gefeiert wurde.Obwohl Aufzeichnungen des jungen Vereins kaum vorhanden sind ein Teil wird im Laufe der Jahrzehnte verlorengegangen sein - ist bekannt, wo in den Folgejahren die Schützenfeste stattgefunden haben: von 1894 bis 1897 bei „Buddes Wohnhaus", am 25. und 26. 6. 1905 bei „Buchmeier" und 1906 und 1907 wieder bei „Budde". Außer dem Schützenfest fand alljährlich in den Sommermonaten eine Festveranstaltung des Kriegervereins statt.

Da die Veranstaltung von Geselligkeiten und Bällen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur Vereinen gestattet war, gründete die Schützengesellschaft im Jahre 1904 einen Verein in der Absicht, „den Sinn für das Königsschießen und Abhalten von Volksfesten (Schützen- festen) zu erhalten". Altes Brauchtum sollte bewahrt bleiben. Das am 8.6. 1904, dem Tage der Umbenennung, aufgestellte Statut ist uns in seiner Vollständigkeit erhalten geblieben.

1. Die Schützengesellschaft bildet einen Verein, welcher durch die Feier des Königsschießens den Sinn für Volksfeste zu erhalten das Ziel hat. Die Gesellschaft beabsichtigt, gesellige und unterhaltende Zusammenkünfte, frei von politischen Tendenzen, in einem geeigneten Lokale einer Gastwirtschaft des abends abzuhalten. Die Schützengesellschaft besteht aus Mitgliedern aller Stände und jeder anständige Einwohner des Dorfes Rohden, der das siebenzehnte Lebensjahr vollendet hat und sich nach Ansicht des Kollegeums dazu eignet, kann aufgenommen werden. Derselbe hat eine Mark Eintrittsgeld zu zahlen.

2. Die Leitung der Angelegenheiten des Vereins wird durch einen Vorstand besorgt, welcher aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten, einem Rechnungsführer, einem Kassierer und zwei Revisoren besteht.

3. Der Vorstand leitet die Angelegenheiten des Vereins. Seine Hauptaufgabe ist, die Zwecke des Vereins durch eine selbständige Wirksamkeit auf jede ihm geeignet erscheinende Weise zu fördern, Beschlüsse zu fassen über die an ihn gerichteten Anträge und die abzulegenden Rechnungen zu prüfen.

Der Anfang nach dem ersten Weltkrieg war schwer genug, so daß der Schießbetrieb erst Jahre später wieder aufgenommen werden konnte. Im Jahre 1928 dann wurde der Schützenverein Rohden als eingetragener Verein registriert. Es ging wieder aufwärts, als der inzwischen baufällig gewordene Schießstand in der Steinkuhle durch einen neuen oberhalb des Waldbades am „schwarzen Born" als Gemeinschaftswerk der Schützenbrüder fertiggestellt worden war.

Bereits wenige Jahre später mußte der Schießbetrieb an dieser Stelle auf Veranlassung der Forstverwaltung aus Sicherheitsgründen wieder eingestellt werden.

Wieder zeigten die Schützenbrüder ihren Sinn für die Aufrechterhaltung alter Traditionen. Gemeinsam gingen sie noch einmal ans Werk und bauten den verfallenen alten Stand in der Steinkuhle wieder auf. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939 entwickelte sich hier ein reger Schießbetrieb. Die Schützenbücher geben Auskunft über Übungsschießen, Opferschießen, Königsschießen und über die Gründung einer Jugendgruppe im Jahre 1937.

In jedem Sommer standen Königsschießen und Schützenfest auf dem Programm. Alljährlich wurde auch der Bürgerschützenkönig ausgeschossen. Besonders während der Schützenfeste zeigte es sich, daß die Schützenbrüder nicht nur mit dem Gewehr umzugehen wußten, sie waren ebenso in der Lage, stimmungsvolle Feste zu organisieren und zu feiern, an denen sich stets die gesamte Bevölkerung beteiligte.

Die Mitglieder 1938

Illgen, Heinrich

Meier, Willi

Senne, Fritz

Heusing, Fritz

Hoff, Wilhelm

Wenger, Heinrich

Quante, Hermann

Köllner, Karl

Sassenberg, Wilhelm

Clausing, Wilhelm

Brunke, Heinrich

Buchmeier, Fritz

Bergmann, Fritz

Rose, Fritz

Pöhler, Karl

Hücker, Fritz, Nr. 13

Köllner, Wilhelm

Neitz, August

Koch„ Fritz, Nr. 13

Dehne, Heinrich

Hücker, Karl

Senne, Wilhelm

Gerber, Fritz

Koch, August

Wegener, Wilhelm

Heusing, Heinrich

Rekate, Heinrich

Hücker, August

Meier, August

Krückeberg, Heinrich

Müller, Fritz

Clausing, Fritz

Wittrock, Wilhelm

Pape, Fritz

Hücker, Ludwig

Meier, Heinrich, Nr. 3

Koch, Fritz, Nr. 11

Heusing, Hermann

Hücker, Heinrich

Requard, Fritz

Pöhler, Karl jun.

Jungschützen

Pöhler, Erich

Heusing, Karl

Hecker, Karl

Köllner, Karl

Pape, Fritz

Sasse, Friedel

Hücker, Fritz

Hilker, Heinrich

Quante, Wilhelm

Watermann, Fritz

zur Heide, Heinrich

Koch, Helmut

Meier, Fritz

Steding, Heinrich

Meier, Wilhelm, Nr. 14

Henke, Heinrich

Ketelhake, Karl